Zeitgemäße & würdevolle Bestattungsvorsorge

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50 Jahre Münchener Begräbnisverein

Beginnend mit der Vereinsgründung am 16. Juli 1963 führte der Münchener Begräbnisverein zunächst eine Art „Dornröschendasein“, denn der traditionelle und bei vielen Münchnern bekannte Name sollte in jedem Fall erhalten werden. Eine echte „Aufgabe“ übernahm der Verein erst wieder gegen Ende der 1980er Jahre.

Am 1. Januar 1988 wurde er als Münchener Begräbnisverein e.V. (MBV) „wiederbelebt“ - als ein Verein, in dessen Satzung u.a.

  • die Förderung und Pflege kirchlicher Traditionen bei Bestattungen durch Veranlassung von Trauerfeiern und Seelengottesdiensten
  • die Beratung über die Möglichkeiten würdevoller und traditionsgemäßer Bestattungen und Durchführung derselben 
sowie
  • die Förderung von Vorsorgemöglichkeiten in allen Bestattungsbereichen

festgeschrieben wurden.

In den Anfangsjahren versuchten die ersten Vorstände des Vereins, Dr. Birgit Wimmer und

Heinz Vogl, über Kontakte zur Caritas, der Städtischen Bestattung München und diversen

privaten Münchner Bestattungsunternehmen den Verein mit Leben zu erfüllen und so seine satzungsgemäßen Aufgaben zu verfolgen. Beiräte wurden berufen, die dem Verein den Rat

und die Unterstützung von Nichtmitgliedern, u. a. auch von Geistlichen sichern sollten. Unter

ihnen waren damals Persönlichkeiten wie Dompfarrer i. R. Prälat Johann Hillreiner,

Stadtpfarrer a. D., Monsignore Herbert Kuglstatter, Prälat Peter Neuhauser sowie Autor und Friedhofsexperte Erich Scheibmayr.

Im Jahr 1990 gab es dann einen Vorstandswechsel: Michael Rückerl und Heinz Hirschmann

traten an die Spitze des Vereins. Mit ihnen änderte sich auch der Schwerpunkt der Vereinsaufgaben. Heinz Hirschmann und Michael Rückerl legten besonderes Gewicht auf kirchliche Kultur, insbesondere auf Kirchenmusik. So wurde unter ihrer Vereinsleitung 1994 erstmals ein Jahresrequiem in der Dreifaltigkeitskirche in München aufgeführt. Ebenfalls untrennbar verbunden mit diesem MBV-Vorstand ist das unvergessene „An Weich einalassn". Hier wurden, vor zum Teil mehreren hundert Zuhörern, Erzählungen zu altbairischem Karwochen-Brauchtum volksmusikalisch umrahmt.

In dieser Zeit wurde auch damit begonnen, jeweils zu Ostern und zu Allerheiligen in verschiedenen Münchner und südbayerischen Kirchen sowie im Freisinger Dom Messen für die verstorbenen Mitglieder des MBV lesen zu lassen. Darüber hinaus gab es erstmals eine Trauerserenade zu Allerheiligen. Seither findet dieses Konzert alljährlich am Münchner Ostfriedhof statt.

Nach Erfüllung von zwei vollen Amtsperioden (Mai 1990 bis Mai 1996) stellte sich der amtierende Vorstand nicht erneut zur Wahl. Damit kam es im Jahre 1996 zu einem größeren Umbruch im Vorstand. Zum ersten Mal stand an der Spitze des Vereins ein vierköpfiges Gremium:

Dr. Birgit Wimmer, Christa Hallhuber, Heinz Hirschmann und Stefan Wantscher teilten die vielfältigen Aufgaben untereinander auf. Unter dem Vorsitz von Dr. Birgit Wimmer verlagerte

sich auch der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit: Während Seelenmessen, Bläserkonzert und Jahresrequiem unangetastet blieben, rückten die kirchenmusikalischen Anteile der Vereinsarbeit

in den Hintergrund - auch die Friedhofsführungen wurden zunächst eingestellt. Der Verein

verfolgte nunmehr unter anderem das Ziel, die Pflege verwahrloster Gräber zu übernehmen.

Die Verhandlungen mit der Städtischen Bestattung nahmen jedoch geraume Zeit in Anspruch,

so dass der endgültige Auftrag erst im Jahr 1999 erteilt werden konnte. Letztendlich übernahm

der MBV die Pflege mehrerer Gräber, für die die Angehörigen der verstorbenen nicht auffindbar waren bzw. aus finanziellen Gründen für diese Kosten nicht aufkommen konnten. Diese Gräber wurden begradigt und erhielten neue Bepflanzungen. Nach Wiederaufnahme der Friedhofsführungen in die Vereinstätigkeiten wurden diese Gräber dann später im Rahmen

dieser Führungen auch regelmäßig besucht.

Dieses Vorstandsgremium wurde tatkräftig unterstützt von Petra Preis. Als Mitarbeiterin der Kirchenzeitung hatte sie schon früher Berührungspunkte zum MBV und seinen Aufgaben. Inzwischen hatte sie sich als freie Journalistin selbstständig gemacht und übernahm in den Folgejahren die Pressearbeit für den Verein. Daneben beschäftigte sie sich immer häufiger

mit den Münchner Friedhöfen, deren Geschichte und den Gräbern von Prominenten, die dort

ihre letzte Ruhe fanden. Unterstützt von Beiratsmitglied Erich Scheibmayr - inzwischen wegen

seiner Veröffentlichungen zu Münchner Friedhöfen schon zur Legende geworden - erstellte

Petra Preis schließlich diverse Broschüren über Münchner Friedhöfe. Sie organisierte auch

die Friedhofsführungen, die immer sehr regen Zuspruch fanden und übernahm zum Ende

der 1990er-Jahre eine eigene Führung: Epitaphien am Dom.

In diese Vorstandsära, die insgesamt 12 Jahre dauerte, fiel schließlich auch die verstärkte

Nutzung neuer Medien, insbesondere die Entwicklung der MBV- Internetseite. Im Jahr 2003

konnte der Verein erstmals Beiträge im Netz veröffentlichen: Auf der neuen Seite www.mbv-ev.de waren unter anderem Berichte zu den Friedhofsführungen oder Veranstaltungsdaten zu finden. Damit reagierte der MBV einerseits auf das rege Interesse an den Friedhofsführungen, andererseits auf häufige Anfragen zu einzelnen Gräbern und zu verstorbenen Prominenten. Insbesondere Journalisten, die nun direkten Zugriff auf Pressetexte und Fotos hatten, nutzen diesen Service rege und dankbar. Ungeachtet dessen wurden Friedhofsführungen und Broschürenerstellung ausgebaut. Sogar das Fernsehen interessierte sich für die Arbeit des MBV. Am 15. November 2005 gab es eine Sonderführung über den Ostfriedhof für den Bayerischen Rundfunk, der anschließend in einem 10-minütigen Beitrag im Rahmen der Sendung „Heimatspiegel“ darüber berichtete.

In dieser Zeit gelang es auch, für die Zelebrierung des Jahresrequiems (Jahresgottesdienst im Gedenken an unsere verstorbenen Vereinsmitglieder) unseren Beirat Prälat Peter Neuhauser

zu gewinnen. Über viele Jahre hinweg, auch nachdem er zwischenzeitlich zum Ehrenprälaten ernannt wurde, blieb er bis heute in dieser Funktion dem MBV treu.

Seit dem Jahr 2006 unterstützt der MBV das alljährliche Requiem in der Münchener Kirche

St. Michael. Das Konzert hat regelmäßig eine hohe künstlerische Qualität, die stets auch von

den anwesenden MBV-Mitgliedern sehr geschätzt wird.

Im Jahr 2008 bzw. 2011 verließen Dr. Birgit Wimmer und Heinz Hirschmann den Vorstand des MBV, an ihre Stelle traten Alexander Rose und Brigitte Ansbacher. Und wieder veränderte sich

die Ausrichtung des Vereins. Über Jahre hinweg hatten sehr sachkundige Führer die Rundgänge über die verschiedenen Friedhöfe durchgeführt. Doch dann entwickelte das Thema eine Dynamik, die nicht mehr zu bewältigen war. Jährlich nahm der MBV einen weiteren Friedhof in sein Programm auf und das Interesse an den einzelnen Führungen war - damit verbunden - stetig gewachsen: So gab es im Jahr 2007 z. B. eine Epitaphienführung und sieben Friedhofsführungen, an denen manchmal bis zu 100 Personen teilnahmen. Und auch die Nachfrage nach Informationen zu weiteren Friedhöfen - auch außerhalb Münchens - stieg ständig. Daneben konnte der Nachdruck von Broschüren aus Kostengründen nicht uneingeschränkt ausgebaut werden. Daher galt es, eine Alternative zu finden, die sowohl dem Verein als auch den interessierten Besuchern gerecht werden konnte. Diese Alternative hieß: Ausbau des Internets. Im Jahr 2008 gab es einen ersten Relaunch der Internetseite – optisch und inhaltlich. Seither finden sich im Netz diverse virtuelle Führungen über Friedhöfe in ganz Deutschland, und auch der erste Friedhof im Ausland kann inzwischen virtuell besucht werden: der Wiener Zentralfriedhof. An Hand eines Friedhofsplanes kann der „Web-Besucher“ einen virtuellen Spaziergang machen und ausgewählte Gräber am Weg näher betrachten. „Reale“ Führungen vor Ort finden trotzdem noch statt. Aktuell werden viermal jährlich Rundgänge durch Münchner Friedhöfe angeboten. Petra Preis sorgt hier neben der Organisation der Veranstaltungen auch für die damit verbundene Pressearbeit.

Bei der zeitgemäßen Gestaltung unseres Webauftritts sowie der Erarbeitung der Inhalte wird der aktuelle Vorstand von der Germanistin und Philosophin Jenny Hoffmann beraten und unterstützt. Als Ergebnis hieraus wurde die Internetseite inzwischen um einige zentrale Bestattungsthemen erweitert. In der Rubrik „Rund um das Begräbnis“ findet man neben einem Beitrag zu Trauerritualen auch ganz konkrete praktische Ratschläge zur Organisation einer Bestattung, dem Ablauf oder den geschätzten Kosten. Hinter „Begräbnisstätten“ verbergen sich u.a. Informationen zu Grabschmuck und Grabmalgestaltung.

Rechtzeitig zum 50jährigen Bestehen des MBV gab es den zweiten Relaunch der Vereins-homepage. Im Juni 2013 wurde der Mitgliedervertreterversammlung eine inhaltlich erweiterte, insbesondere aber optisch modernisierte Website präsentiert. Interessierte Besucher finden

hier neben allen Terminen des MBV-Jahres auch viele Informationen rund um das Thema „Bestattungen“. So wie der Münchener Begräbnisverein e.V. die Pflege kirchlicher Traditionen

bei Bestattungen in all ihren Facetten von Beginn an in seiner Satzung festgeschrieben hat.