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Ostfriedhof „neue Route“, 9. Juni 2011

In ihrer Geschichte sind Friedhöfe aussagekräftige Geschichtszeugnisse – dies trifft besonders auf den Münchner Ostfriedhof an der St.-Martin-Straße zu. Bei einem Spaziergang durch die einzelnen Grabreihen wird hier viel Stadtgeschichte lebendig. So wurde die Einladung des MBV zu einer Führung auf dem Ostfriedhof sehr gut angenommen und mit Referentin Erika Weinbrecht eine neue Route gegangen.

 

Start war ganz aktuell zum 125. Todestag von König Ludwig II. am Grabmal von Dr. Bernhard Gudden, seinem Arzt, der zeitgleich mit ihm im Starnberger See verstorben ist und als Professor der Psychiatrie an der Universität München lehrte. Die Teilnehmer besuchten im Zuge des Rundgangs u.a. die Ruhestätten des Grafikers Willi Döhler, des Malers Karl Gebhardt, des Volkssängers Alois Hönle, der Sänger Theodor Mayer und Josef Geis sowie die von Erni Singerl, Mary Irber, Friedrich Hollaender, Rudolf Moshammer, Karl Scharnagl und Peter Kreuder.

 

Der alte Auer Gottesacker auf dem Nockherberg war 1821 angelegt und bis 1891 schon mehrmals erweitert worden. Das historische Friedhofsgebäude, von Architekt Hans Grässel zu einer Kapelle umgebaut, blieb bis zu den Luftangriffen im Jahre 1944 erhalten. Nachdem die Ruine abgeräumt war, konnten dort dringend benötigte Grabstätten geschaffen werden, darunter auch die der oben beschriebenen prominenten Persönlichkeiten.

Friedhof Bogenhausen, 7. Juli 2011

Als „Prominentenfriedhof“ ist diese Begräbnisstätte noch keine 50 Jahre alt. Die Bogenhausener Pfarrkirche St. Georg erhielt 1771 ihr heutiges Aussehen, die Pläne dafür kamen von Barockbaumeister Johann Michael Fischer. Der Friedhof existiert wahrscheinlich aber schon seit dem 9. Jahrhundert. Zehn Jahre nach der Eingemeindung Bogenhausens im Jahr 1892 übernahm

die Stadt München den Friedhof. Der städtische Teil wurde 1959 neu gestaltet. Insgesamt stehen

auf dem Friedhof mehr als 200 Grabplätze zur Verfügung.

 

Viele prominente Namen begegneten den Teilnehmern der jüngsten Friedhofsführung des MBV, die von Friedhofsführerin Christa Bühl geleitet wurde. Nicht nur alte Bogenhausener Familien fanden auf diesem Gottesacker ihre letzte Ruhestätte, sondern auch Schriftsteller, Astronomen, Regisseure, Musiker, Forscher und Schauspieler. Genannt seien beispielsweise Erich Kästner, Liesl Karlstadt, Walter Sedlmayr, Siegfried Lowitz, Werner Kreindl und Dr. Felix Burda sowie Helmut Fischer, Oskar-Maria Graf, Annette Kolb, Bernd Eichinger und Monti Lüftner.

Alter Nördlicher Friedhof, 22. September 2011

Das Friedhofsareal an der Arcisstraße in München-Schwabing ist einem Park sehr ähnlich –

und doch ist es ein Gottesacker, der gerade an schönen Tagen gerne von Studenten oder Spaziergängern aufgesucht wird. Eine wahre Erholungsstätte: Abgeschirmt von Lärm und

Hektik spielen Kinder zwischen den Gräbern oder halten Bekannte ein Schwätzchen auf einer

der Parkbänke und werfen nebenbei einen Blick auf die Steindenkmäler, die eine reiche Geschichte zu erzählen haben. Auf Einladung des MBV unternahmen zahlreiche Besucher einen mehrstündigen Spaziergang durch diesen geschichtsreichen Friedhof. Friedhofsführerin Christa Bühl konnte neben Historie und vielen Fakten aus dem Leben der hier bestatteten Persönlichkeiten auch etliche Anekdoten zum Besten geben. Die Gruppe besuchte u.a. die Grabstätten bekannter Persönlichkeiten, deren Namen eng mit München verbunden sind: Gottfried von Neureuther,

Josef Maillinger, Guido von Maffei, Wilhelm Bauer, Michael von Wagmüller, Julius Kaspar

Clemens von Zumbusch oder Ludwig Graf von Montgelas.

 

1866 wurde der Alte Nördliche Friedhof gebaut, um den Alten Südfriedhof zu entlasten. 1868 war

die Anlage vollendet und bot Platz für 7272 Gräber. Nur ein Menschenleben lang - genau gesagt 71 Jahre - wurde der Gottesacker genutzt. Heute gibt es noch etwa 800 Grabstätten, von denen viele ohne Denkmal sind. Bis zum Jahre 1939 fanden hier 62.000 Beerdigungen statt, im Sommer 1939 wurde die Einstellung des Beerdigungsbetriebes bekannt gegeben. Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges haben dann auch diesen Friedhof nicht verschont. Das Idyll dieses Friedhofes, der einmal aus 7272 Gräbern und 30 Grüften bestand, ist jedoch trotz seiner Schließung im Jahre 1939 bis heute erhalten geblieben.

Friedhof Neuhausen (Winthirfriedhof), 6. Oktober 2011

Die kleine ehemalige Dorfkirche, die dem Seligen Winthir geweiht ist, lugt zwar etwas über die Friedhofsmauer – trotzdem liegt der Friedhof Neuhausen für viele Besucher etwas versteckt. Bekannt ist er im Volksmund auch als „Winthirfriedhof“ und einen Besuch allemal Wert. So

nahmen viele Münchnerinnen und Münchner die Einladung des MBV an, an einem sonnigen Nachmittag einen geschichtsträchtigen Spaziergang über diesen Friedhof zu unternehmen und Friedhofsführerin Erika Weinbrecht bei ihren Erzählungen zu lauschen.

 

Der sehenswerte Friedhof birgt die Gräber einiger für München und darüber hinaus bedeutender Persönlichkeiten. Unter anderem sind dort bestattet: der Prinzenerzieher und Religionslehrer des späteren Königs Ludwig I., Joseph Anton Franz Maria Sambuga, der Erzgießer Johann Baptist Stiglmaier, der Gründer des Deutschen Museums, Oskar von Miller, mitsamt seiner großen Familie, weiterhin der Heimatdichter Peter Dörfler, die Bildhauerin Ruth Schaumann, der Journalist Sigi Sommer sowie der Schauspieler Jörg Hube. Nicht vergessen werden dürfen natürlich auch Stadtpfarrer und Tierfreund Fritz Betzwieser, Schauspielerin Erna Morena oder Firmeninhaber

Alfred Böhmler.