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Friedhof Nymphenburg, 4. Mai 2017

Er ist ein kleiner, aber feiner Gottesacker, der etwas versteckt liegt und durchaus überschaubar ist, dieser Friedhof Nymphenburg in der Nähe des Botanischen Gartens, der den Startschuss zur diesjährigen MBV-Führungsreihe bildete. Obwohl er zu den kleinsten Friedhöfen Münchens zählt, hat er eine reiche Geschichte und viele Ruhestätten bekannter Persönlichkeiten aufzuweisen.

 

1875 legte ihn die damals noch unabhängige Gemeinde Nymphenburg an, ab 1899 gehörte er zur Stadt München. Die Anlage besteht nur aus etwa 360 Gräbern und es kommen kaum neue hinzu, da die Bestattungsregeln dies fast unmöglich machen. Unter anderem muss der Verstorbene mindestens 30 Jahre lang in einem gewissen Teil von Nymphenburg gewohnt haben, um hier seine letzte Ruhe finden zu können.

Im Rahmen einer Führung machte der Münchener Begräbnisverein auf diesen wunderbaren Friedhof aufmerksam und unternahm mit vielen Teilnehmern und unter fachkundiger Leitung von Christa Bühl einen kurzweiligen Spaziergang zu den Gräbern bekannter verstorbener Persönlichkeiten.

 

Vom einzigen Eingang des Friedhofs in der Maria-Ward-Straße läuft der Hauptweg

auf das Friedhofsgebäude mit den markanten Arkaden zu: Hier befinden sich Arkadengrüfte und Urnennischen. Am Nymphenburger Friedhof ruhen z.B. die verstorbenen Nonnen des Ordens der Englischen Fräulein, so die weit über Münchner Grenzen hinaus bekannt gewordene Bildhauerin Sr. Bernardine Weber. Die Teilnehmer der MBV-Führung konnten auch die Ruhestätten von Schriftsteller Eugen Roth, Verleger Wolfgang Huck, Porzellanfabrikant Alfred Bäuml, Textilfabrikant Benno Hettlage, Dirigent Eugen Jochum, Verleger August Schwingenstein, Schriftstellerin Elisabeth Castonier, Schauspieler und Regisseur Bernhard Wicki, Schauspielerin Ruth Leuwerik, Filmproduzent Luggi Waldleitner und Senatspräsident Josef Singer besuchen. pp


Der Alte Südliche Friedhof, 29. Juni 2017

Wie oft geht man durch Münchener Straßen oder überquert Plätze und weiß nur

wenig über deren Namensgeber: Wer waren beispielsweise Reichenbach,

Fraunhofer, Klenze, Gärtner oder Gabelsberger? Hinter diesen Namen verbergen

sich hochinteressante Lebensgeschichten. Auf die Spuren der vorab genannten Persönlichkeiten begaben sich die Teilnehmer einer Führung des Münchener Begräbnisverein e.V., der zu einem Rundgang über diesen historischen Gottesacker einlud. Friedhofsführerin Erika Weinbrecht konnte auf einer interessanten Tour eine Fülle an bekannten - oftmals aber auch unbekannten - Begebenheiten über diesen Friedhof nahe dem Sendlinger Tor berichten, der im 18. Jahrhundert und mehr als ein Jahrhundert lang der Zentralfriedhof der bayerischen Haupt- und Residenzstadt München war.

 

Der Friedhof wurde 1563 als Pestfriedhof vor den Toren der Stadt angelegt. 1705/06 wurden in einem Massengrab die Leichen von bis zu 800 Opfern der „Sendlinger Mordweihnacht“ vergraben. Zum Hauptfriedhof der Stadt wurde der Gottesacker mit dem 1788/89 erfolgten Verbot von Bestattungen innerhalb der Stadtmauern Münchens. 1819 wurden Leichenhaus und Gruftarkaden nach den Grundsätzen des Campo Santo in Bologna durch Gustav Vorherr angelegt, mit Reihengräbern in geometrischer Anordnung und Arkadengruften entlang der Außenmauer des Friedhofs. Der Alte Südliche Friedhof blieb Zentralfriedhof bis zur Eröffnung des jetzigen Alten Nördlichen Friedhofs an der Arcisstraße im Jahre 1868. Zum 1. Januar 1944 wurden die Bestattungen am Alten Südlichen Friedhof eingestellt.

 

Heute steht das gesamte Areal unter Denkmalschutz. Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts aus Wissenschaft, Politik, Kunst und Kultur fanden auf diesem Friedhof ihre letzte Ruhestätte: zum Beispiel der Bildhauer Roman Anton Boos, der Erfinder und Konstrukteur Josef von Fraunhofer, der Erfinder Franz Xaver Gabelsberger, der Baumeister Leo von Klenze, der Hygieniker Max von Pettenkofer und der Maler Carl Spitzweg. Auf dem Friedhof befindet sich übrigens

auch das Grab von Helene Sedlmayr-Miller, deren Porträt als „Schöne Münchnerin“

in der Schönheitengalerie von Schloss Nymphenburg hängt und um deren letzte Ruhestätte sich der Verein seit Jahren kümmert. pp


Waldfriedhof - Neuer Teil, 13. Juli 2017

Zu einem „gemütlichen Spaziergang über den Waldfriedhof“ mit dem Münchener Begräbnisverein ließen sich Interessierte von Friedhofsführerin Christa Bühl einladen. Der Waldfriedhof, der heuer 110 Jahre alt wird und rund 59.000 Grabplätze umfasst (davon 35.000 im Alten und 24.000 im Neuen Teil) ist zu jeder Tages- und Jahreszeit einen Besuch wert.

 

Der Waldfriedhof wurde 1907 als erster „Waldfriedhof“ in Deutschland angelegt und eingeweiht. Die Pläne dazu stammen von Stadtbaurat Hans Grässel, dem bedeutendsten Friedhofsarchitekten seiner Zeit, der seine letzte Ruhestätte ebenfalls in diesem Friedhof gefunden hat. Auch heute noch ist ein Gang durch Deutschlands zweitgrößten Friedhof wie ein Spaziergang im Wald und auch der „Neue Teil“ mit Eingang am Lorettoplatz bietet viele Highlights:

 

Beim jüngsten Gräberrundgang besuchten die Teilnehmer z.B. das Baumgrab des Schauspielers Hans-Jörg Felmy und seiner Gattin Claudia Felmy-Wedekind, die Anatomie-Gräberanlage, die letzten Ruhestätten von Filmproduzent Steffen Kuchenreuther und Minister Josef Müller („Ochsensepp“), des Kabarettisten Werner Finck sowie die Kinder- und Fötengräber und den Königsberg-Gedenkstein. Auch die Gräber von Bischof Dr. Theodor Heckel, Geschäftsführer Josef Pankofer, Motorradrennfahrer Ludwig Kraus, Stifterin Edith Haberland-Wagner und des Schauspielers Fritz Kortner befinden sich im Neuen Teil dieses Gottesackers und wurden mit einem Besuch gewürdigt. Bei der Führung wurden zudem noch Restexemplare der MBV-Broschüre „Er wurde zum Vorbild: Der Waldfriedhof in München“ kostenfrei verteilt, die als gute Begleitlektüre für spätere Spaziergänge über den Waldfriedhof dienen kann. pp


Friedhof Grünwald, 7. September 2017